Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

REUTTER UND DER PORSCHE 911: STURMVOGEL, EINE NULL AM FALSCHEN ORT UND DER START VON RECARO

Karosseriewerk Reutter in Stuttgart
Der erste Porsche Typ 901 bei Werbeaufnahmen 1963: Vorne Ferry Porsche, rechts dahinter Ferdinand Alexander Porsche, links neben ihm Ferdinand Piëch (weißes Hemd), hinter dem Wagen in der mittleren Gruppe die Karosserie-Spezialisten von Reutter mit Theodor Bauer, Meister Gottlob Sturm und Walter Beierbach. (© Porsche Archiv)

Familienähnlichkeit zwischen den Generationen: Im Modellübergang von Porsche 356 zum späteren Porsche 911 entstand der Porsche 754 (T7), präsentiert bei einer Sonderausstellung des Automuseums Prototyp, Hamburg. (© Photographers-Hamburg)

Familienähnlichkeit zwischen den Generationen: Im Modellübergang von Porsche 356 zum späteren Porsche 911 entstand der Porsche 754 (T7), präsentiert bei einer Sonderausstellung des Automuseums Prototyp, Hamburg.
(© Photographers-Hamburg)

Eine knappe Notiz von Ferry Porsche skizzierte die Idee für eine der berühmtesten Sportwagen-Ikonen aller Zeiten: „2-Sitzer mit 2 bequem. Notsitzen. Besserer Einstieg.“ Verkaufsseitig wurde mit Blick auf den geplanten Nachfolger des Porsche 356 gefordert: „Bisherige Porsche-Linie beibehalten. Kein grundsätzlich neuer Wagen. Sportl. Charakter.“ Das Stuttgarter Karosseriewerk Reutter (Vorgängerunternehmen von RECARO) war an der Konstruktion der Karosserie beteiligt und baute die ersten Prototypen des Porsche 901. Im vierten Teil des RECARO Rückblicks auf die gemeinsame Sportwagengeschichte mit Porsche geht es um das Projekt „Sturmvogel“, ein französisches Veto, Ende und Anfang – und eine Partnerschaft, die bis heute hält.

Nach dem Siegeszug des Porsche 356 sollte ein würdiger Nachfolger den Bestseller ablösen. Nach ersten Entwicklungen unter dem Namen Typ 754 (T7) wurde der Entwurf T8 des Teams um Ferdinand Alexander Porsche weiterverfolgt. Im November 1961 erhielt Reutter den Entwicklungsauftrag für die Konstruktion einer Porsche Karosserie als Coupé und Cabriolet und wurde zu besonderer Geheimhaltung verpflichtet. Ein gemeinsames Team aus Reutter- und Porsche-Ingenieuren machte sich an die Arbeit, die ersten Prototypen des T8 entstanden 1962 bei Reutter. Im gleichen Jahr wurde das Modell in Typ 901 umbenannt, im November 1962 war der „Sturmvogel“ bereit für die erste offizielle Probefahrt. Eine schneeweiße Lackierung gab ihm seinen Namen. Sämtliche Prototypen baute die Reutter-Abteilung Sonderbau um Meister Gottlob Sturm. Beim T8 blieb es nicht bei Einzelstücken, der Entschluss zur Serienfertigung stand fest. Die Konstruktion der Karosserie wurde eigenverantwortlich an Reutter vergeben.

Sportlich sitzen, sportlich fahren: Der neue Sportwagen wurde bis einschließlich Oktober 1964 als Porsche 901 geführt, ab November 1964 hieß er offiziell 911. (© Porsche Archiv)

Sportlich sitzen, sportlich fahren: Der neue Sportwagen wurde bis einschließlich Oktober 1964 als Porsche 901 geführt, ab November 1964 hieß er offiziell 911.
(© Porsche Archiv)

1963 feierte der – noch nicht serienreife – Porsche 901 seine Weltpremiere auf der 41. Internationalen Automobil Ausstellung IAA in Frankfurt. Peugeot teilte Porsche daraufhin mit, dass sich die französische Firma Typenbezeichnungen mit drei Ziffern und einer Null in der Mitte patentrechtlich habe schützen lassen. Der 901 wurde deshalb später in 911 umbenannt.

Zur gleichen Zeit entschieden sich die Gesellschafter von Reutter, das Karosseriewerk an Porsche zu veräußern. Am 1. Dezember 1963 wurde der Verkauf abgeschlossen. Nach 58 Jahren endete damit die Firmengeschichte des Stuttgarter Karosseriewerks Reutter und Co. GmbH – und das erste Kapitel der neuen Firma RECARO (abgeleitet von REutter CAROsserie) wurde aufgeschlagen.

Aus heutiger Sicht durchaus eine Win-Win-Situation: Porsche übernahm nicht nur das Karosseriewerk in Zuffenhausen, sondern auch rund 950 Mitarbeiter von Reutter, um deren Know-how zu sichern. Die restlichen rund 250 Mitarbeiter fertigten am Reutter-Stammsitz in der Stuttgarter Augustenstraße ab Dezember 1963 unter dem Namen RECARO Sitze und sogenannte Sitzbeschläge – vor allem Lehneneinsteller. Die wirtschaftliche Basis für diese Veränderung schuf eine Vereinbarung über die Lieferung aller Sitze für Porsche-Sportwagen durch RECARO innerhalb der zehn Folgejahre.

Partner im Motorsport: RECARO stattet aktuell die Porsche GT3-Cupfahrzeuge mit der Rennschale P1300 GT aus – Sieger beim diesjährigen 24h-Rennen am Nürburgring. (© RECARO)

Partner im Motorsport: RECARO stattet aktuell die Porsche GT3-Cupfahrzeuge mit der Rennschale P1300 GT aus – Sieger beim diesjährigen 24h-Rennen am Nürburgring.
(© RECARO)

Die enge Partnerschaft zwischen den beiden Automobil-Pionieren Porsche und RECARO blieb bestehen – nach Ablauf der ersten Dekade bis heute. RECARO belieferte Porsche mit nahezu allen Sitzen des 911 bis inklusive der Generation 993, darüber hinaus mit den Sitzen für den Porsche 928. Auch die sportlichen Sitze in den Modellen 914, 924 und 944 stammen von RECARO. Aktuell unterstützt RECARO Automotive Seating Porsche im Motorsport als technischer Partner und als Sitzausrüster der GT3-Cup-Fahrzeuge. Ganz frisch ist dabei der Porsche-Sieg beim 24h-Rennen 2018 am Nürburgring mit RECARO an Bord. Ein weiterer herausragender Meilenstein in mehr als 70 Jahren gemeinsamer Sportwagengeschichte – und ein weiteres Kapitel in der Sammlung der zahlreichen gemeinsamen Geschichten …

Wir freuen uns auf viele zukünftige Porsche-Modelle, die uns begeistern und mit bahnbrechenden Ideen das Zeug zu automobilen Ikonen haben!

 

 

Beste Handwerkskunst: Ledersitze von RECARO für den Porsche 911 aus dem Jahr 1967. (© Porsche Archiv)

Beste Handwerkskunst: Ledersitze von RECARO für den Porsche 911 aus dem Jahr 1967.
(© Porsche Archiv)

Saßen wie angegossen: Schalensitze aus der frühen RECARO Fertigung. (© RECARO)

Saßen wie angegossen: Schalensitze aus der frühen RECARO Fertigung.
(© RECARO)

Sitzmanufaktur: RECARO belieferte Porsche mit nahezu allen Sitzen des 911 bis inklusive der Generation 993 – und für viele weitere Modelle. (© RECARO)

Sitzmanufaktur: RECARO belieferte Porsche mit nahezu allen Sitzen des 911 bis inklusive der Generation 993 – und für viele weitere Modelle. (© RECARO)

Die schnellste Feuerwehr der Welt: Der O.N.S. Porsche 914/6 GT von RECARO war als erstes Rennstrecken-Sicherungsfahrzeug der Obersten Nationalen Sportkommission für den Automobilsport in Deutschland (O.N.S.) im Einsatz. (© Archiv Herbert Linge)

Die schnellste Feuerwehr der Welt: Der O.N.S. Porsche 914/6 GT von RECARO war als erstes Rennstrecken-Sicherungsfahrzeug der Obersten Nationalen Sportkommission für den Automobilsport in Deutschland (O.N.S.) im Einsatz. (© Archiv Herbert Linge)

Top-Ausstattung: RECARO Idealsitz im Porsche 911 Targa S. (© RECARO)

Top-Ausstattung: RECARO Idealsitz im Porsche 911 Targa S. (© RECARO)

DIE SCHWERE PAULA UND ANDERE GLÜCKSFÄLLE FÜR REUTTER UND DEN PORSCHE 356

Karosseriewerk Reutter in Stuttgart
Nachtschicht: Auf dem Hof des Reutter-Werks in Zuffenhausen warten fertige Porsche 356 auf ihre Auslieferung am nächsten Tag. (© RECARO)

Schönheit in Serie: Montage der Rohkarossen bei Reutter, um 1953. (© RECARO)

Schönheit in Serie: Montage der Rohkarossen bei Reutter, um 1953.
© RECARO)

„Am Anfang schaute ich mich um, konnte aber den Wagen, von dem ich träumte, nicht finden. Also beschloss ich, ihn mir selbst zu bauen.“ Das berühmte Zitat von Ferry Porsche beschreibt die Geburtsstunde eines Mythos, des ersten Sportwagens unter dem Namen Porsche, genauer: den Porsche Typ 356. Teil 3 des RECARO Rückblicks auf die gemeinsame Sportwagengeschichte mit Porsche führt mitten hinein in die Faszination 356 mit seinen atemberaubend gerundeten Linien, seinem aerodynamischem Design und dem 4-Zylinder-Boxermotor im Heck, mitten hinein in das „Abenteuer Großserienfertigung“ beim Stuttgarter Karosseriewerk Reutter (dem Vorgängerunternehmen von RECARO) – und mitten hinein in unzählige Details und Anekdoten, die aus der Zeit der 356-Produktion überliefert sind. Einige Kostproben:

Der Großauftrag kam mündlich. Ferry Porsche erteilte ihn im Oktober 1949 – die verbindliche Zusage an Reutter für die Fertigung von 500 Karosserien und Rahmen für den Porsche 356. Die Zeit drängte, Reutter ging in Vorleistung, musste neue Maschinen und Anlagen bestellen – dieses gegebene Wort zählte. Erst Wochen später kam ein schriftlicher Vertrag zustande. Da waren die Arbeiten längst angelaufen.

Prüfender Blick: Ferdinand Porsche (2. v.r.), Sohn Ferry (rechts), Konstrukteur Erwin Komenda (Mitte) und Reutter-Ingenieur Walter Beierbach (links) im März 1950 beim Begutachten der ersten Rohkarosse des Typ 356. (© Porsche Archiv)

Prüfender Blick: Ferdinand Porsche (2. v.r.), Sohn Ferry (rechts), Konstrukteur Erwin Komenda (Mitte) und Reutter-Ingenieur Walter Beierbach (links) im März 1950 beim Begutachten der ersten Rohkarosse des Typ 356. (© Porsche Archiv)

Adlerauge: Ferdinand Porsche erschien im März 1950 mit Sohn Ferry Porsche und Konstrukteur Erwin Komenda bei Reutter in der Stuttgarter Augustenstraße zur Abnahme der ersten, von Reutter gefertigten 356er-Rohkarosse. Er ging um den Wagen herum, betrachtete ihn lange still und in Ruhe, setzte sich schließlich auf einen Hocker davor. Und befand nach einer Weile, der Wagen müsse zurück in die Werkstatt, er sei nicht symmetrisch. Porsche hatte Recht: Nachmessungen ergaben, dass der Aufbau aus der Mittelachse um 20 Millimeter nach rechts verschoben war. Diese berechtigte Kritik war Ansporn für alle Beteiligten bei Reutter, sie respektierten den Sachverstand und den hohen Qualitätsanspruch ihres Kunden. Gleichzeitig war eine Fertigungskultur geboren: Präzision und Qualität haben oberste Priorität bei Reutter. Diesem folgen wir bis heute.

Keine Teile ohne Paula: Reutter fertigte die ersten Coupés am Stammsitz in der Stuttgarter Augustenstraße. Ein handverlesenes Team von Karosseriespezialisten verschweißte die einzelnen Bleche zur perfekt geformten Außenhaut der 356er Coupés. Kleinere Blechteile wurden von Hand über Holz getrieben, die größeren Zieh- und Pressteile kamen von den Reutter-Kollegen im zweiten Werk Zuffenhausen, wo die Großpresse „Paula“ ihre Arbeit verrichtete. Eigentlich hätte sie von der französischen Besatzung konfisziert werden sollen… war aber zu groß und zu schwer für den Transport. Ein Segen für Reutter!

Einzelstück: Originale Reutter-Karosserie mit der Seriennummer 5006 von 1950 im Automuseum Prototyp, Hamburg. (© Automuseum Prototyp)

Einzelstück: Originale Reutter-Karosserie mit der Seriennummer 5006 von 1950 im Automuseum Prototyp, Hamburg.
(© Automuseum Prototyp)

Zigarrenanzünder und Schlüsseltäschchen: Zum Lieferumfang von Reutter für den Porsche 356 zählten nicht nur Karosserie und Rahmen, sondern auch die Herstellung der Sitze, der kompletten Innenverkleidung, die elektrische Installation und eine Wagenheizung. Auch die Endkontrolle der fertigen Fahrzeuge vertraute Porsche der Firma Reutter an. Variantenvielfalt gehörte von Beginn an dazu: So standen schon 1950 jedem Käufer acht Farbtöne für die Lackierung, sieben Stoffe für die Sitzbezüge und vier Kunstlederbezüge zur Wahl. Bereits vor der Auslieferung des ersten Serienfahrzeugs (mit je zwei Zünd- und Wagenschlüsseln in je einem Täschchen) waren Sonderausstattungen im Gespräch, etwa ein zweites Signalhorn, ein Zigarrenanzünder, ein Radio oder Sitze und Seitenverkleidungen in Echtleder.

Eine zweigeteilte Windschutzscheibe mit Mittelsteg? Heute undenkbar, damals eines der Erkennungsmerkmale für die ersten Porsche 356 bis April 1952. Gewölbte Scheiben waren zwar bereits verfügbar, aber teuer. Übrigens ein Charakteristikum, das den Porsche 356 und den Volkswagen verbindet: Dessen berühmt gewordenes „Brezelfenster“ – die beiden planen Heckscheiben in der unverwechselbaren Form, getrennt durch einen Metallsteg ­– entstand als geniale Notlösung, um Kosten zu sparen.

Herkunftsnachweis: Alle bei Reutter gefertigten Porsche 356 tragen das Typenschild des Karosseriewerks, hier eine der frühen Plaketten. (© RECARO)

Herkunftsnachweis: Alle bei Reutter gefertigten Porsche 356 tragen das Typenschild des Karosseriewerks, hier eine der frühen Plaketten. (© RECARO)

Na Logo! Alle 356er aus der Reutter-Fertigung sind am Karosserieschild mit dem Logo des Stuttgarter Karosseriewerks zu erkennen – es wurde innen an der A Säule auf einem Abdeckungsblech und zudem stets außen auf der rechten Seite zwischen Radlauf und Türe angebracht. Und während die ersten Porsche 356 den Porsche-Schriftzug auf der Fronthaube noch in einzeln aufgebrachten (!) Buchstaben trugen, vermisste bereits einer der ersten 356er-Kunden ein eigenständiges Firmenzeichen. 1951 wurde der „Porsche Preis“ ausgeschrieben, mit dem Ziel, ein Logo für den Sportwagenhersteller zu kreieren. Die eingereichten Vorschläge konnten nicht überzeugen – so zeichneten Ferry Porsche und sein Ingenieur Franz Xaver Reimspiess das heute weltbekannte Porsche-Wappen mit dem springenden Pferd kurzerhand selbst. Ab Ende 1952 zierte das Wappen dann den Hupenknopf am Lenkrad, 1954 wurde es in den Haubengriff über dem Porsche-Schriftzug integriert.

Der als Nischenprodukt auf den Markt gebrachte erste Sportwagen von Porsche entwickelte sich zum Welterfolg. Statt der ursprünglich geplanten 500 Exemplare wurden bis zum Produktionsende rund 78.000 Porsche 356 verkauft – die meisten davon bei Reutter gebaut. Nächste Woche geht es hier im RECARO Blog um die Ikone Porsche 911 – und wie Reutter an deren Geburtsstunde beteiligt war.

Aus einer Hand: Auch die Sitze und die komplette Innenverkleidung gehörten zum Lieferumfang von Reutter für den Porsche 356. (© RECARO)

Aus einer Hand: Auch die Sitze und die komplette Innenverkleidung gehörten zum Lieferumfang von Reutter für den Porsche 356. (© RECARO)

Der Renner: Bereits ein knappes Jahr nach Produktionsbeginn rollte der 500ste 356, ein Coupé, vom Hof des Stuttgarter Karosseriewerks Reutter. (© Automuseum Prototyp)

Der Renner: Bereits ein knappes Jahr nach Produktionsbeginn rollte der 500ste 356, ein Coupé, vom Hof des Stuttgarter Karosseriewerks Reutter. (© Automuseum Prototyp)

Feinste Handarbeit: In der Sattlerei von Reutter entstehen die Sitze für den Porsche 356, im Vordergrund ein Fahrersitz mit Reutter-Liegesitzbeschlag. (© RECARO)

Feinste Handarbeit: In der Sattlerei von Reutter entstehen die Sitze für den Porsche 356, im Vordergrund ein Fahrersitz mit Reutter-Liegesitzbeschlag.
(© RECARO)

Variantenvielfalt: Der Porsche 356 wurde in zahlreichen Modell-, Farb- und Ausstattungsversionen angeboten. Blick in die Endmontage bei Reutter. (© RECARO)

Variantenvielfalt: Der Porsche 356 wurde in zahlreichen Modell-, Farb- und Ausstattungsversionen angeboten. Blick in die Endmontage bei Reutter.
(© RECARO)

TOP SECRET: WAS RECARO MIT PORSCHE UND DEM VW KÄFER VERBINDET

Karosseriewerk Reutter in Stuttgart
Mit Stolz und Leidenschaft: Im Sommer 1938 fertigten Reutter-Mitarbeiter wöchentlich zwei Karosserien des Porsche Typ 60 (VW 38) für Test- und Probefahrten. (© RECARO).

Die Idee war bestechend: Lasst uns einen Kleinwagen bauen, der so kostengünstig ist, dass ihn sich viele Menschen leisten können. 1932 nahm diese Idee erstmals Gestalt an, sechs Jahre später rollten die ersten Volkswagen-Prototypen zu Werbezwecken durch Berlin. Die Konstruktion stammte aus dem Ingenieurbüro von Ferdinand Porsche. Ihre Karosserien kamen von Reutter, dem Vorgängerunternehmen von RECARO. Im zweiten Teil des Rückblicks auf die gemeinsame Geschichte mit Porsche verfolgt RECARO heute die packende Geburt einer automobilen Legende, die vor genau 80 Jahren erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und später unter dem Namen VW Käfer ein Welterfolg wurde.

Zündapp aus Nürnberg hatte ihn. NSU aus Neckarsulm hatte ihn auch. Den Gedanken, einen modernen, preislich attraktiven Kompaktwagen auf den Markt zu bringen, der große Käuferschichten ansprechen sollte. Beide Unternehmen scheiterten, weil die für eine Großserienproduktion nötigen Investitionen ihre Möglichkeiten überstiegen. Beide Male – ab 1931 für Zündapp, ab 1933 für NSU – waren Ferdinand Porsche und sein Konstruktionsbüro mit im Boot. Beide Male beauftragte Porsche das Stuttgarter Karosseriewerk Reutter mit dem Bau von Prototypen.

Den dritten Anlauf nahm Ferdinand Porsche höchstpersönlich – seine Handschrift und die seines Teams hatte die bisherigen Entwürfe bereits unverkennbar geprägt, beispielsweise mit einem Vierzylinder-Boxermotor im Heck und einem neuen, stromlinienförmigen Design. Er präsentierte das Kleinwagenprojekt in Berlin und erhielt im Juni 1934 den Auftrag, einen Volkswagen zu konstruieren. Die geplante Jahresproduktion von einer Million Fahrzeugen, das „Neuland Vollblechkarosserie“ (anstelle der bis dahin üblichen Holz-Blech-Gerippe) und die Verkaufspreis-Obergrenze von 1.200 Reichsmark stellten jedoch alle beteiligten Unternehmen vor große Probleme. Erste Prototypen konnten die Anforderungen nicht erfüllen, Porsche setzte bei der Konstruktion nochmals den Rotstift an, um Material und damit Kosten zu sparen.

Ur-Form: Limousine des Volkswagens (VW 38 bzw. Porsche Typ 60) aus dem Vorserienbau beim Stuttgarter Karosseriewerk Reutter. (© RECARO)

Ur-Form: Limousine des Volkswagens (VW 38 bzw. Porsche Typ 60) aus dem Vorserienbau beim Stuttgarter Karosseriewerk Reutter. (© RECARO)

Ende der 1930er Jahre kam Reutter wieder ins Spiel. Das florierende Karosseriewerk war an seinem Stammsitz in der Stuttgarter Augustenstraße aus allen Nähten geplatzt und hatte 1937 ein neues Werk in Zuffenhausen in Betrieb genommen. 850 Mitarbeiter produzierten an beiden Standorten Karosserien in Einzel- und Serienanfertigungen, unter anderem für Wanderer, Daimler-Benz und BMW. Als sich im gleichen Jahr die Dr. Ing. h. c. Ferdinand Porsche GmbH auf dem Nachbargrundstück in Zuffenhausen ansiedelte, gaben die Nähe und die gute Zusammenarbeit aus den Vorjahren vermutlich den Ausschlag: Ferdinand Porsche ging zu Reutter, um eine neue – die insgesamt siebte ­– Prototypenserie des Volkswagens bauen zu lassen. Volltreffer! Ein erstes Modell, von Reutter komplett aus Holz gefertigt, minimale Änderungswünsche – und die endgültige Form stand fest.

Zur Grundsteinlegung des geplanten Volkswagenwerks in Fallersleben sollte die Öffentlichkeit erstmals den heiß ersehnten Blick auf das neue Auto werfen dürfen. Hinter verschlossenen Hallentoren und von Tüchern verhüllt baute Reutter eine Limousine und eine Cabrio-Limousine als Präsentations-Prototypen auf. Vor genau 80 Jahren, am 26. Mai 1938, waren sie die große Attraktion beim Festakt in Fallersleben (heute ein Stadtteil von Wolfsburg). Anschließend fertigte Reutter unter strengster Geheimhaltung über 40 weitere Prototypen des Volkswagens für Probefahrten, unter anderem für die Internationale Automobil Ausstellung in Berlin 1939.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der eigentliche Siegeszug des Volkswagens, später: VW Käfer, der in der nahezu unveränderten „Urform“ bis 1959 in Wolfsburg gebaut wurde. Eine deutsche Automobil-Ikone: Bis zum Produktionsende in Brasilien 2003 wurden weltweit rund 21,5 Millionen VW Käfer verkauft. Welche Rolle Reutter beim ersten „echten“ Sportwagen-Meilenstein von Porsche, dem Typ 356, spielte, lest ihr nächste Woche hier im RECARO Blog.

Als Ausstellungswagen auf Werbetour unterwegs: der neue Volkswagen. (© Automuseum Prototyp, Bestand Stavenhagen)

Als Ausstellungswagen auf Werbetour unterwegs: der neue Volkswagen.
(© Automuseum Prototyp, Bestand Stavenhagen)

Brücke zur Zukunft: Vorserienfahrzeug des Volkswagens in der Ausführung „Sonnendach-Limousine“ aus der Reutter-Fertigung – im Hintergrund das neue Volkswagenwerk im Bau. (© Automuseum Prototyp)

Brücke zur Zukunft: Vorserienfahrzeug des Volkswagens in der Ausführung „Sonnendach-Limousine“ aus der Reutter-Fertigung – im Hintergrund das neue Volkswagenwerk im Bau. (© Automuseum Prototyp)

The one and only: Als einziger aus seiner Baureihe erhaltener VW 39 steht dieser Ur-Käfer im Automuseum Prototyp in Hamburg. (Foto: Automuseum Prototyp, © Jan Steinhilber)

The one and only: Als einziger aus seiner Baureihe erhaltener VW 39 steht dieser Ur-Käfer im Automuseum Prototyp in Hamburg. (Foto: Automuseum Prototyp,
© Jan Steinhilber)

 

EIN STARKER NAME & SEINE GESCHICHTE – TEIL 2

Von neuen ergonomischen Standards über eingebauten Stereosound bis hin zu innovativen Werkstoffen: Auch zwischen den 1970er und späten 1980er Jahren brach das Tempo nicht ab, in dem RECARO eine Reihe weiterer zukunftsweisender Meilensteine in Sachen Sitzentwicklung präsentierte.

1977 brachte RECARO die pneumatische Lordosestütze RECARO Airmatic® auf den Markt und revolutionierte damit das mobile Sitzen. Einstellbare Seitenwangen an Sitzfläche und Lehne sowie die erste elektrisch einstellbare Lehne ermöglichten umfassende individuelle Anpassungen. Ein großer Vorteil in Sachen Ergonomie und Komfort für den Fahrer.

Unter dem Namen RECAROfonie präsentierte das Unternehmen 1982 einen Sitz, dessen Kopfstütze mit Stereolautsprechern ausgestattet war. Das sollte für ein ganz neues Klangerlebnis im Auto sorgen. Zwei Jahre später folgte eine Weiterentwicklung im Bereich Komfort: Der RECARO CSE verfügte erstmals über eine Memory-Funktion und damit über ein „Gedächtnis“, das die wichtigsten Einstellungen speicherte. 1986 konnten sich speziell Taxifahrer über eine Optimierung des Sitzklimas freuen: RECARO stellte den RECARO T-Line vor, der mit einem atmungsaktiven Bezug ausgestattet war. Angenehm nicht nur bei langen Fahrten.

Ende der 1980er Jahre, 1989, präsentierte RECARO eine weitere Innovation – dieses Mal im Bereich Werkstoffe: Der RECARO A8 war der erste Sportsitz mit einer Rückenschale aus Kunststoff. Das brachte Einsparungen beim Gewicht der Sitze und eröffnete neue Möglichkeiten für die Gestaltung.

Der RECARO CSE: Der erste Sitz mit Memory-Funktion. (Bild: © RECARO Automotive Seating)

Der RECARO CSE: Der erste Sitz mit Memory-Funktion. (Bild: © RECARO Automotive Seating)

Revolution im Bereich Werkstoffe: Der RECARO A8 war der erste Sportsitz mit einer Rückenschale aus Kunststoff. (Bild: © RECARO Automotive Seating)

Revolution im Bereich Werkstoffe: Der RECARO A8 war der erste Sportsitz mit einer Rückenschale aus Kunststoff. (Bild: © RECARO Automotive Seating)

EIN STARKER NAME & SEINE GESCHICHTE – TEIL 1

RECARO Automotive Seating kann auf Jahrzehnte voller spannenden Entwicklungen, Innovationen und Meilensteine zurückblicken. Schon die frühen Jahre des Unternehmens waren geprägt durch große Namen und bahnbrechende Technologien.

1906 machte sich der Sattlermeister Wilhelm Reutter mit seiner neu gegründeten Firma schnell einen Namen in der aufstrebenden Automobilbranche. „Reutter, Wilhelm, Sattler. Spezialität: Luxus- und Motorwagen, englische Geschirre“ wurde 1910 zum „Stuttgarter Karosseriewerk Reutter & Co“. Hier entstand 1912 unter anderem die patentierte Reutters Reform Karosserie, ein Vorgänger der heutigen Cabriolets.

Reutter fertigte nicht nur Karosserien für Daimler oder Horch. Zu den Meilensteinen gehören auch Prototypen des Volkswagen (später „Käfer“ genannt), den Ferdinand Porsche 1935 bei Reutter bauen ließ. Auch nach dem Krieg arbeiteten die Firmen Porsche und Reutter eng zusammen, wobei ab 1949 Reutter die Karosserien inklusive Innenausstattung des legendären Porsche 356 produzierte und damit weltberühmt wurde.

Der Grundstein für die heutige Marke wurde 1963 gelegt, als Reutter umfirmierte. Aus REutter und CAROsserie wurde RECARO. Die Herstellung von Sitzen und Sitzkomponenten war die Hauptaufgabe des Unternehmens.

Sicherheit ging dabei stets vor: 1968 präsentierte RECARO den weltweit ersten Sitz mit einstellbarer Schulterunterstützung. Und auch die Kopfstütze feierte im gleichen Jahr Premiere – zunächst als Option, ab 1973 serienmäßig in jedem RECARO Sitz. 1973 stellte das Unternehmen zudem als erster Hersteller die Anti-Submarining Sitzpolsterung vor, die dafür sorgte, dass der Fahrer im Fall eines Unfalls nicht unter dem Gurt durchrutschte und somit optimal geschützt war. Und auch in Sachen Komfort bot RECARO bereits damals innovative Lösungen: Die Sitzflächenverlängerung, die ebenfalls 1973 auf den Markt kam, ermöglichte es auch besonders groß gewachsenen Menschen, auf längeren Strecken optimal unterstützt zu sitzen.

Stuttgarter Karosseriewerk Reutter 1910 (Bild: © RECARO Automotive Seating)

Stuttgarter Karosseriewerk Reutter 1910 (Bild: © RECARO Automotive Seating)

Die Produktion der Karosserie des Porsche 356 (Bild: © RECARO Familienarchiv Reutter)

Die Produktion der Karosserie des Porsche 356 (Bild: © Familienarchiv Reutter)

Die Kopfstütze feiert Premiere – zunächst als Option, ab 1973 serienmäßig in jedem RECARO Sitz (Bild: © RECARO Holding)

Die Kopfstütze feiert Premiere – zunächst als Option, ab 1973 serienmäßig in jedem RECARO Sitz (Bild: © RECARO Holding)

ECHTES SPORTWAGEN-FEELING IN RECARO SITZEN AUF DER GAMESCOM 2017

Auf der diesjährigen Gamescom vom 22.-26. August in Köln, sorgt RECARO Automotive Seating für ein Maximum an Realismus in Sachen Rennsport-Games: Standesgemäß stattet der Premiumhersteller für Fahrzeugsitze den Ford Performance Racing Simulator mit genau dem Sitzmodell RECARO Sportster CS aus, das im realen Ford Focus RS zur Serie gehört. Die Besucher haben dabei die einmalige Chance, im virtuellen Ford Focus RS an ihren Bestzeiten zu feilen.
„Um im Rennsimulator für hundertprozentigen Fahrspaß und ein nahezu reales Performance-Feeling zu sorgen, sind auch die originalen Sitze von großer Bedeutung“, sagte Markus Kussmaul, Executive Director der Specialty Seating Group von Adient und verantwortlich für das weltweite Geschäft von RECARO Performance Car Seating. „Mit dem Zusammenspiel von visuellem und haptischem Erleben bieten wir den Besuchern die Chance, sich von der Qualität und der Dynamik von RECARO Sportsitzen zu überzeugen und das simulierte Fahrerlebnis im Ford Focus RS hautnah nachzuempfinden.“

Die Ford Performance Racing Simulatoren auf der weltweit größten Messe für Video- und Computerspiele nutzen das bekannte Rennspiel Forza Motorsport 6 für die Xbox One. Im Rahmen der Gamescom können die Teilnehmer versuchen, im virtuellen Ford Focus RS die besten Rundenzeiten einzufahren. Das kann sich lohnen, denn die Tagessieger vom 23., 24. und 25. August haben die Gelegenheit, zwei der original Recaro Sportster CS zu gewinnen, die auch in den Simulatoren verbaut sind. Darüber hinaus können diese drei Champions dann nochmals in einem Sportster CS Platz nehmen, nun aber im echten Ford Focus RS als Teil eines exklusiven Fahrerlebnis-Events mit Le Mans 24h-Rennen Sieger Harry Tincknell – natürlich inklusive Helikopterflug!

Als Gewinn für die schnellste Rundenzeit winkt ein exklusives Fahrerlebnis im Ford Focus RS mit Harry Tincknell (© Ford of Europe)

Als Gewinn für die schnellste Rundenzeit winkt ein exklusives Fahrerlebnis im Ford Focus RS mit Harry Tincknell (© Ford of Europe)

Ausbildung mit Zukunft bei RECARO Automotive Seating in Kirchheim

Was macht eigentlich ein Fahrzeuginnenausstatter? Diese Frage beantwortet RECARO Automotive Seating im Rahmen der Ausstellung „Forum für Talente“ vom 4. Juli bis 4. August in der Kirchheimer Innenstadt. Das Projekt widmet sich Berufen, die nicht in aller Munde sind und begleitet insgesamt zehn Auszubildende in Unternehmen aus der Region Kirchheim bei ihrer spannenden Arbeit. Bilder und ausführliche Berichte zu den individuellen Erfahrungen gibt es unter www.forumfuertalente.de.

„Wir unterstützen dieses Projekt sehr gerne und freuen uns, mit dem Fahrzeuginnenausstatter einen Ausbildungsberuf vorstellen zu können, der sicher nicht so bekannt ist wie andere – aber mindestens ebenso spannend, herausfordernd und abwechslungsreich“, sagte Markus Kussmaul, Executive Director der Specialty Seating Group von Adient und verantwortlich für das weltweite Geschäft von RECARO Performance Car Seating. „Unsere Auszubildenden haben von Anfang an die Chance, sich einzubringen und sind vom ersten Tag an Teil eines global führenden Unternehmens, das weltweit Maßstäbe setzt.“

Seit der Gründung des Standorts wurden bei RECARO Automotive Seating in Kirchheim über 300 junge Menschen ausgebildet. Für Jugendliche, die Fahrzeuginnenausstatter/in werden wollen, ist der Premiumsitzhersteller der einzige Ausbildungsbetrieb in der Region. Ausgeprägtes handwerkliches Geschick, Sorgfalt, ein dreidimensionales Vorstellungsvermögen und Spaß am Umgang mit Zahlen – das sind nur einige Talente und Stärken, die hier gefragt sind.
Die Ausbildung funktioniert nach einem dualen System. Alle zwei Wochen sind die Azubis dabei in der Kerschensteinerschule in Stuttgart-Feuerbach für den Theorie-Unterricht. Nach der Ausbildung besteht die Möglichkeit, sich zum Industriemeister zu qualifizieren oder eine Weiterbildung zum Innenraumdesigner zu absolvieren.
Und wer sich in der Theorie oder Organisation wohler fühlt, hat am Standort Kirchheim die Möglichkeit, den Ausbildungsberuf Industriekauffrau-/mann zu erlernen: Während der dreijährigen Ausbildung werden die Bereiche Verwaltung, Vertrieb und Logistik durchlaufen.

 Seit dem 4. Juli läuft die Ausstellung „Forum für Talente“ in Kirchheim

Seit dem 4. Juli läuft die Ausstellung „Forum für Talente“ in Kirchheim

RECARO Automotive Seating stellt seinen Ausbildungsberuf Fahrzeuginnenausstatter/in vor

RECARO Automotive Seating stellt seinen Ausbildungsberuf Fahrzeuginnenausstatter/in vor

TEAM S.L. TRUCKSPORT 30 BEIßT SICH DURCH BEIM TRUCK-GRAND-PRIX 2017

Der Int. ADAC Truck-Grand-Prix 2017 war eine wahre Herausforderung. Sowohl die Teams auf der Rennstrecke als auch die rund 115.000 Zuschauer hatten mit typischem Eifelwetter zu kämpfen: Um dem Regen zu entkommen, lohnte sich ein Abstecher zum Stand von RECARO Automotive Seating, gleich neben dem Fahrerlager. Die Besucher konnten sich hier während des dreitägigen Spektakels beraten lassen, probesitzen und natürlich mit RECARO Automotive Seating Fanartikeln eindecken.

Um sich ein Autogramm von einem waschechten Truck Racing Profi zu sichern, hieß es am Sonntag Schlange stehen für eine original Unterschrift von Sascha Lenz, Fahrer des Teams S.L. Trucksport 30. Der Eifelaner fährt seit diesem Jahr mit der Unterstützung von RECARO Automotive Seating in seiner nagelneuen RECARO Pro Racer SPG. Beim Auftakt am Rennsamstag holte sich das Team trotz schwieriger Verhältnisse und nasser Fahrbahn den fünften und sechsten Platz. Der Sonntag startete vielversprechend, aber die Pechsträhne brach nicht ab. Starker Regen setzte allen Teilnehmern zu, der Truck von Team S.L. Trucksport 30 wurde beim Kampf um den zweiten Platz von einem sich drehenden Konkurrenten auf der nassen Fahrbahn in den Reifenstapel gedrückt. Sascha Lenz konnte sich noch auf den zwölften Platz zurückkämpfen, zu allem Übel fiel aber das zweite Tagesrennen flach: Ein Truck aus dem Mittelrhein-Cup hatte so viel Diesel verloren, dass die Strecke nicht mehr rechtzeitig gereinigt werden konnte.

„Es ist natürlich schade, dass ich gerade bei meinem Heimrennen das von den Punkten her schwächste Ergebnis der bisherigen Saison eingefahren habe. Der Nürburgring ist ja fast meine zweite Heimat, hier habe ich die meisten Fans. Denen hätte ich gern etwas mehr geboten, auch ein viertes Rennen. Doch hier noch einmal zu starten, war einfach nicht mehr möglich. Wir haben ja jetzt gerade mal ein Drittel der Saison hinter uns, es kommen auch wieder Rennwochenenden mit weniger Pech“, sagte Sascha Lenz, der trotz kleinem Rückschlag motiviert auf die kommenden Wochen blickt. In der FIA-Wertung liegt er mit nun 59 Punkten auf dem siebten Platz.

Autogrammstunde mit Sascha Lenz

Autogrammstunde mit Sascha Lenz

RECARO Automotive Seating beim Int. ADAC Truck-Grand-Prix 2017

RECARO Automotive Seating beim Int. ADAC Truck-Grand-Prix 2017

RECARO HOLT SICH ZUM FÜNFTEN MAL IN FOLGE DEN SPITZENPLATZ BEI DEN ETM-LESERWAHLEN

Erneut ein eindeutiges Votum für RECARO Automotive Seating bei den renommierten Leserwahlen „Die besten Marken 2017“ des ETM-Verlags: Für rund 11.400 Leser von „trans aktuell“, „lastauto omnibus“ und „Fernfahrer“ hat sich das Unternehmen nun schon zum fünften Mal in Folge den Spitzenplatz in der Kategorie Nutzfahrzeugsitze verdient.

„Wir freuen uns, in diesem Jahr unsere Erfolgsserie fortsetzen zu können und bereits zum fünften Mal den ersten Preis in der Sparte Nutzfahrzeugsitze entgegen nehmen zu dürfen,“ sagte Dr. David Herberg, Executive Director RECARO Automotive Seating. „Das ist ein klares Zeichen dafür, dass unsere Produkte auf ganzer Linie überzeugen – sowohl die Hersteller als auch die Endkunden. Viele Leser der Fachzeitschriften sind Berufskraftfahrer, die hautnah von der Zuverlässigkeit und den höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards unserer Produkte profitieren.“

Mit über 50 Prozent der Stimmen – und mit einem Abstand zum Zweitplatzieren von über 51 Prozent – holten sich die Nutzfahrzeugsitze von RECARO Automotive Seating den deutlichsten Vorsprung der vergangenen zehn Jahre. Ein klarer Beweis für das Vertrauen, das die Kunden in die Produkte des Premiumherstellers legen.

Logo des ETM Awards Best Brand 2017

Logo des ETM Awards Best Brand 2017

Der Nachrüstsitz RECARO C 7000

Der Nachrüstsitz RECARO C 7000

RECARO AUTOMOTIVE SEATING UNTERSTÜTZT OLDTIMER-HIGHLIGHT „KAISERSLAUTERN-CLASSICS”

RECARO Automotive Seating unterstützt in diesem Jahr die elfte „Kaiserslautern-Classics“, bei der am 16. und 17. Juni wieder die Herzen der Oldtimerliebhaber höher schlagen werden. „RECARO Automotive Seating steht für Fortschritt im automobilen Sitzen. Wir sind seit fünf Jahrzehnten verlässlicher Partner im Rennsport und bringen mit unseren Produkten kontinuierlich Innovationen in den Markt, vor allem in puncto Sicherheit und Komfort,“ sagte Markus Kussmaul, Executive Director der Specialty Seating Group von Adient und verantwortlich für das weltweite Geschäft von RECARO Performance Car Seating. „Uns ist es aber ebenso wichtig, Initiativen zu unterstützen, die es ermöglichen, die Geschichte der Automobilindustrie erlebbar zu machen. Wir freuen uns zum Beispiel, in diesem Jahr das 50-jährige Jubiläum des RECARO Schalensitzes zu feiern. Mit Veranstaltungen wie der ‚Kaiserslautern-Classics‘ wird hautnah gezeigt, was Weiterentwicklung bedeutet.“

Unter dem Motto „Faszination Oldtimer“ sind mehr als 200 Fahrzeuge, darunter auch Motorräder und Nutzfahrzeuge, rund um die Kaiserslauterer Fußgängerzone zu bestaunen. Besonderes Highlight ist die Stadtrundfahrt im Oldtimer-Bus, mit dem die Fußballweltmeister von 1954 unterwegs waren. Auf dem Gelände des TÜV Rheinland gibt es außerdem eine Traktorenausstellung.

Die Möglichkeit, die polierten und restaurierten Prachtstücke auch in Aktion zu erleben, bietet im Rahmen der Veranstaltung die sechste „ADAC Rallye-Trifels-Historic“. Bereits am 16. Juni starten die rund 160 Oldtimer in die erste Etappe der insgesamt 250 Kilometer langen Strecke quer durch die Westpfalz. Erster Zwischenstopp: das Technische Zentrum von RECARO Automotive Seating am Hertelsbrunnenring in Kaiserslautern. Hier ist eigens für die Teilnehmer beim RECARO Promotion Mobil eine Anfahrtsstelle mit Stempelstation eingerichtet, um sich vor der Fahrt seinen Stempel und ein kleines Give-away abzuholen. Besonderes Highlight: Hier wird der original O.N.S. Porsche 914/6 GT von RECARO zu bestaunen sein. Als „schnellste Feuerwehr der Welt“ – mit diversen Sicherheitssystemen und Feuerlöschanlage ausgestattet – stellte RECARO das Fahrzeug der O.N.S.-Sicherheitsstaffel im Jahr 1972 zur Verfügung. Grundgedanke war es, mit schnellem Feuerschutz sowie einer unmittelbaren Bergung und Betreuung von verunglückten Fahrern an der Rennstrecke Leben zu retten.