REUTTER UND DER PORSCHE 911: STURMVOGEL, EINE NULL AM FALSCHEN ORT UND DER START VON RECARO

Karosseriewerk Reutter in Stuttgart
Der erste Porsche Typ 901 bei Werbeaufnahmen 1963: Vorne Ferry Porsche, rechts dahinter Ferdinand Alexander Porsche, links neben ihm Ferdinand Piëch (weißes Hemd), hinter dem Wagen in der mittleren Gruppe die Karosserie-Spezialisten von Reutter mit Theodor Bauer, Meister Gottlob Sturm und Walter Beierbach. (© Porsche Archiv)

Familienähnlichkeit zwischen den Generationen: Im Modellübergang von Porsche 356 zum späteren Porsche 911 entstand der Porsche 754 (T7), präsentiert bei einer Sonderausstellung des Automuseums Prototyp, Hamburg. (© Photographers-Hamburg)

Familienähnlichkeit zwischen den Generationen: Im Modellübergang von Porsche 356 zum späteren Porsche 911 entstand der Porsche 754 (T7), präsentiert bei einer Sonderausstellung des Automuseums Prototyp, Hamburg.
(© Photographers-Hamburg)

Eine knappe Notiz von Ferry Porsche skizzierte die Idee für eine der berühmtesten Sportwagen-Ikonen aller Zeiten: „2-Sitzer mit 2 bequem. Notsitzen. Besserer Einstieg.“ Verkaufsseitig wurde mit Blick auf den geplanten Nachfolger des Porsche 356 gefordert: „Bisherige Porsche-Linie beibehalten. Kein grundsätzlich neuer Wagen. Sportl. Charakter.“ Das Stuttgarter Karosseriewerk Reutter (Vorgängerunternehmen von RECARO) war an der Konstruktion der Karosserie beteiligt und baute die ersten Prototypen des Porsche 901. Im vierten Teil des RECARO Rückblicks auf die gemeinsame Sportwagengeschichte mit Porsche geht es um das Projekt „Sturmvogel“, ein französisches Veto, Ende und Anfang – und eine Partnerschaft, die bis heute hält.

Nach dem Siegeszug des Porsche 356 sollte ein würdiger Nachfolger den Bestseller ablösen. Nach ersten Entwicklungen unter dem Namen Typ 754 (T7) wurde der Entwurf T8 des Teams um Ferdinand Alexander Porsche weiterverfolgt. Im November 1961 erhielt Reutter den Entwicklungsauftrag für die Konstruktion einer Porsche Karosserie als Coupé und Cabriolet und wurde zu besonderer Geheimhaltung verpflichtet. Ein gemeinsames Team aus Reutter- und Porsche-Ingenieuren machte sich an die Arbeit, die ersten Prototypen des T8 entstanden 1962 bei Reutter. Im gleichen Jahr wurde das Modell in Typ 901 umbenannt, im November 1962 war der „Sturmvogel“ bereit für die erste offizielle Probefahrt. Eine schneeweiße Lackierung gab ihm seinen Namen. Sämtliche Prototypen baute die Reutter-Abteilung Sonderbau um Meister Gottlob Sturm. Beim T8 blieb es nicht bei Einzelstücken, der Entschluss zur Serienfertigung stand fest. Die Konstruktion der Karosserie wurde eigenverantwortlich an Reutter vergeben.

Sportlich sitzen, sportlich fahren: Der neue Sportwagen wurde bis einschließlich Oktober 1964 als Porsche 901 geführt, ab November 1964 hieß er offiziell 911. (© Porsche Archiv)

Sportlich sitzen, sportlich fahren: Der neue Sportwagen wurde bis einschließlich Oktober 1964 als Porsche 901 geführt, ab November 1964 hieß er offiziell 911.
(© Porsche Archiv)

1963 feierte der – noch nicht serienreife – Porsche 901 seine Weltpremiere auf der 41. Internationalen Automobil Ausstellung IAA in Frankfurt. Peugeot teilte Porsche daraufhin mit, dass sich die französische Firma Typenbezeichnungen mit drei Ziffern und einer Null in der Mitte patentrechtlich habe schützen lassen. Der 901 wurde deshalb später in 911 umbenannt.

Zur gleichen Zeit entschieden sich die Gesellschafter von Reutter, das Karosseriewerk an Porsche zu veräußern. Am 1. Dezember 1963 wurde der Verkauf abgeschlossen. Nach 58 Jahren endete damit die Firmengeschichte des Stuttgarter Karosseriewerks Reutter und Co. GmbH – und das erste Kapitel der neuen Firma RECARO (abgeleitet von REutter CAROsserie) wurde aufgeschlagen.

Aus heutiger Sicht durchaus eine Win-Win-Situation: Porsche übernahm nicht nur das Karosseriewerk in Zuffenhausen, sondern auch rund 950 Mitarbeiter von Reutter, um deren Know-how zu sichern. Die restlichen rund 250 Mitarbeiter fertigten am Reutter-Stammsitz in der Stuttgarter Augustenstraße ab Dezember 1963 unter dem Namen RECARO Sitze und sogenannte Sitzbeschläge – vor allem Lehneneinsteller. Die wirtschaftliche Basis für diese Veränderung schuf eine Vereinbarung über die Lieferung aller Sitze für Porsche-Sportwagen durch RECARO innerhalb der zehn Folgejahre.

Partner im Motorsport: RECARO stattet aktuell die Porsche GT3-Cupfahrzeuge mit der Rennschale P1300 GT aus – Sieger beim diesjährigen 24h-Rennen am Nürburgring. (© RECARO)

Partner im Motorsport: RECARO stattet aktuell die Porsche GT3-Cupfahrzeuge mit der Rennschale P1300 GT aus – Sieger beim diesjährigen 24h-Rennen am Nürburgring.
(© RECARO)

Die enge Partnerschaft zwischen den beiden Automobil-Pionieren Porsche und RECARO blieb bestehen – nach Ablauf der ersten Dekade bis heute. RECARO belieferte Porsche mit nahezu allen Sitzen des 911 bis inklusive der Generation 993, darüber hinaus mit den Sitzen für den Porsche 928. Auch die sportlichen Sitze in den Modellen 914, 924 und 944 stammen von RECARO. Aktuell unterstützt RECARO Automotive Seating Porsche im Motorsport als technischer Partner und als Sitzausrüster der GT3-Cup-Fahrzeuge. Ganz frisch ist dabei der Porsche-Sieg beim 24h-Rennen 2018 am Nürburgring mit RECARO an Bord. Ein weiterer herausragender Meilenstein in mehr als 70 Jahren gemeinsamer Sportwagengeschichte – und ein weiteres Kapitel in der Sammlung der zahlreichen gemeinsamen Geschichten …

Wir freuen uns auf viele zukünftige Porsche-Modelle, die uns begeistern und mit bahnbrechenden Ideen das Zeug zu automobilen Ikonen haben!

 

 

Beste Handwerkskunst: Ledersitze von RECARO für den Porsche 911 aus dem Jahr 1967. (© Porsche Archiv)

Beste Handwerkskunst: Ledersitze von RECARO für den Porsche 911 aus dem Jahr 1967.
(© Porsche Archiv)

Saßen wie angegossen: Schalensitze aus der frühen RECARO Fertigung. (© RECARO)

Saßen wie angegossen: Schalensitze aus der frühen RECARO Fertigung.
(© RECARO)

Sitzmanufaktur: RECARO belieferte Porsche mit nahezu allen Sitzen des 911 bis inklusive der Generation 993 – und für viele weitere Modelle. (© RECARO)

Sitzmanufaktur: RECARO belieferte Porsche mit nahezu allen Sitzen des 911 bis inklusive der Generation 993 – und für viele weitere Modelle. (© RECARO)

Die schnellste Feuerwehr der Welt: Der O.N.S. Porsche 914/6 GT von RECARO war als erstes Rennstrecken-Sicherungsfahrzeug der Obersten Nationalen Sportkommission für den Automobilsport in Deutschland (O.N.S.) im Einsatz. (© Archiv Herbert Linge)

Die schnellste Feuerwehr der Welt: Der O.N.S. Porsche 914/6 GT von RECARO war als erstes Rennstrecken-Sicherungsfahrzeug der Obersten Nationalen Sportkommission für den Automobilsport in Deutschland (O.N.S.) im Einsatz. (© Archiv Herbert Linge)

Top-Ausstattung: RECARO Idealsitz im Porsche 911 Targa S. (© RECARO)

Top-Ausstattung: RECARO Idealsitz im Porsche 911 Targa S. (© RECARO)

DIE SCHWERE PAULA UND ANDERE GLÜCKSFÄLLE FÜR REUTTER UND DEN PORSCHE 356

Karosseriewerk Reutter in Stuttgart
Nachtschicht: Auf dem Hof des Reutter-Werks in Zuffenhausen warten fertige Porsche 356 auf ihre Auslieferung am nächsten Tag. (© RECARO)

Schönheit in Serie: Montage der Rohkarossen bei Reutter, um 1953. (© RECARO)

Schönheit in Serie: Montage der Rohkarossen bei Reutter, um 1953.
© RECARO)

„Am Anfang schaute ich mich um, konnte aber den Wagen, von dem ich träumte, nicht finden. Also beschloss ich, ihn mir selbst zu bauen.“ Das berühmte Zitat von Ferry Porsche beschreibt die Geburtsstunde eines Mythos, des ersten Sportwagens unter dem Namen Porsche, genauer: den Porsche Typ 356. Teil 3 des RECARO Rückblicks auf die gemeinsame Sportwagengeschichte mit Porsche führt mitten hinein in die Faszination 356 mit seinen atemberaubend gerundeten Linien, seinem aerodynamischem Design und dem 4-Zylinder-Boxermotor im Heck, mitten hinein in das „Abenteuer Großserienfertigung“ beim Stuttgarter Karosseriewerk Reutter (dem Vorgängerunternehmen von RECARO) – und mitten hinein in unzählige Details und Anekdoten, die aus der Zeit der 356-Produktion überliefert sind. Einige Kostproben:

Der Großauftrag kam mündlich. Ferry Porsche erteilte ihn im Oktober 1949 – die verbindliche Zusage an Reutter für die Fertigung von 500 Karosserien und Rahmen für den Porsche 356. Die Zeit drängte, Reutter ging in Vorleistung, musste neue Maschinen und Anlagen bestellen – dieses gegebene Wort zählte. Erst Wochen später kam ein schriftlicher Vertrag zustande. Da waren die Arbeiten längst angelaufen.

Prüfender Blick: Ferdinand Porsche (2. v.r.), Sohn Ferry (rechts), Konstrukteur Erwin Komenda (Mitte) und Reutter-Ingenieur Walter Beierbach (links) im März 1950 beim Begutachten der ersten Rohkarosse des Typ 356. (© Porsche Archiv)

Prüfender Blick: Ferdinand Porsche (2. v.r.), Sohn Ferry (rechts), Konstrukteur Erwin Komenda (Mitte) und Reutter-Ingenieur Walter Beierbach (links) im März 1950 beim Begutachten der ersten Rohkarosse des Typ 356. (© Porsche Archiv)

Adlerauge: Ferdinand Porsche erschien im März 1950 mit Sohn Ferry Porsche und Konstrukteur Erwin Komenda bei Reutter in der Stuttgarter Augustenstraße zur Abnahme der ersten, von Reutter gefertigten 356er-Rohkarosse. Er ging um den Wagen herum, betrachtete ihn lange still und in Ruhe, setzte sich schließlich auf einen Hocker davor. Und befand nach einer Weile, der Wagen müsse zurück in die Werkstatt, er sei nicht symmetrisch. Porsche hatte Recht: Nachmessungen ergaben, dass der Aufbau aus der Mittelachse um 20 Millimeter nach rechts verschoben war. Diese berechtigte Kritik war Ansporn für alle Beteiligten bei Reutter, sie respektierten den Sachverstand und den hohen Qualitätsanspruch ihres Kunden. Gleichzeitig war eine Fertigungskultur geboren: Präzision und Qualität haben oberste Priorität bei Reutter. Diesem folgen wir bis heute.

Keine Teile ohne Paula: Reutter fertigte die ersten Coupés am Stammsitz in der Stuttgarter Augustenstraße. Ein handverlesenes Team von Karosseriespezialisten verschweißte die einzelnen Bleche zur perfekt geformten Außenhaut der 356er Coupés. Kleinere Blechteile wurden von Hand über Holz getrieben, die größeren Zieh- und Pressteile kamen von den Reutter-Kollegen im zweiten Werk Zuffenhausen, wo die Großpresse „Paula“ ihre Arbeit verrichtete. Eigentlich hätte sie von der französischen Besatzung konfisziert werden sollen… war aber zu groß und zu schwer für den Transport. Ein Segen für Reutter!

Einzelstück: Originale Reutter-Karosserie mit der Seriennummer 5006 von 1950 im Automuseum Prototyp, Hamburg. (© Automuseum Prototyp)

Einzelstück: Originale Reutter-Karosserie mit der Seriennummer 5006 von 1950 im Automuseum Prototyp, Hamburg.
(© Automuseum Prototyp)

Zigarrenanzünder und Schlüsseltäschchen: Zum Lieferumfang von Reutter für den Porsche 356 zählten nicht nur Karosserie und Rahmen, sondern auch die Herstellung der Sitze, der kompletten Innenverkleidung, die elektrische Installation und eine Wagenheizung. Auch die Endkontrolle der fertigen Fahrzeuge vertraute Porsche der Firma Reutter an. Variantenvielfalt gehörte von Beginn an dazu: So standen schon 1950 jedem Käufer acht Farbtöne für die Lackierung, sieben Stoffe für die Sitzbezüge und vier Kunstlederbezüge zur Wahl. Bereits vor der Auslieferung des ersten Serienfahrzeugs (mit je zwei Zünd- und Wagenschlüsseln in je einem Täschchen) waren Sonderausstattungen im Gespräch, etwa ein zweites Signalhorn, ein Zigarrenanzünder, ein Radio oder Sitze und Seitenverkleidungen in Echtleder.

Eine zweigeteilte Windschutzscheibe mit Mittelsteg? Heute undenkbar, damals eines der Erkennungsmerkmale für die ersten Porsche 356 bis April 1952. Gewölbte Scheiben waren zwar bereits verfügbar, aber teuer. Übrigens ein Charakteristikum, das den Porsche 356 und den Volkswagen verbindet: Dessen berühmt gewordenes „Brezelfenster“ – die beiden planen Heckscheiben in der unverwechselbaren Form, getrennt durch einen Metallsteg ­– entstand als geniale Notlösung, um Kosten zu sparen.

Herkunftsnachweis: Alle bei Reutter gefertigten Porsche 356 tragen das Typenschild des Karosseriewerks, hier eine der frühen Plaketten. (© RECARO)

Herkunftsnachweis: Alle bei Reutter gefertigten Porsche 356 tragen das Typenschild des Karosseriewerks, hier eine der frühen Plaketten. (© RECARO)

Na Logo! Alle 356er aus der Reutter-Fertigung sind am Karosserieschild mit dem Logo des Stuttgarter Karosseriewerks zu erkennen – es wurde innen an der A Säule auf einem Abdeckungsblech und zudem stets außen auf der rechten Seite zwischen Radlauf und Türe angebracht. Und während die ersten Porsche 356 den Porsche-Schriftzug auf der Fronthaube noch in einzeln aufgebrachten (!) Buchstaben trugen, vermisste bereits einer der ersten 356er-Kunden ein eigenständiges Firmenzeichen. 1951 wurde der „Porsche Preis“ ausgeschrieben, mit dem Ziel, ein Logo für den Sportwagenhersteller zu kreieren. Die eingereichten Vorschläge konnten nicht überzeugen – so zeichneten Ferry Porsche und sein Ingenieur Franz Xaver Reimspiess das heute weltbekannte Porsche-Wappen mit dem springenden Pferd kurzerhand selbst. Ab Ende 1952 zierte das Wappen dann den Hupenknopf am Lenkrad, 1954 wurde es in den Haubengriff über dem Porsche-Schriftzug integriert.

Der als Nischenprodukt auf den Markt gebrachte erste Sportwagen von Porsche entwickelte sich zum Welterfolg. Statt der ursprünglich geplanten 500 Exemplare wurden bis zum Produktionsende rund 78.000 Porsche 356 verkauft – die meisten davon bei Reutter gebaut. Nächste Woche geht es hier im RECARO Blog um die Ikone Porsche 911 – und wie Reutter an deren Geburtsstunde beteiligt war.

Aus einer Hand: Auch die Sitze und die komplette Innenverkleidung gehörten zum Lieferumfang von Reutter für den Porsche 356. (© RECARO)

Aus einer Hand: Auch die Sitze und die komplette Innenverkleidung gehörten zum Lieferumfang von Reutter für den Porsche 356. (© RECARO)

Der Renner: Bereits ein knappes Jahr nach Produktionsbeginn rollte der 500ste 356, ein Coupé, vom Hof des Stuttgarter Karosseriewerks Reutter. (© Automuseum Prototyp)

Der Renner: Bereits ein knappes Jahr nach Produktionsbeginn rollte der 500ste 356, ein Coupé, vom Hof des Stuttgarter Karosseriewerks Reutter. (© Automuseum Prototyp)

Feinste Handarbeit: In der Sattlerei von Reutter entstehen die Sitze für den Porsche 356, im Vordergrund ein Fahrersitz mit Reutter-Liegesitzbeschlag. (© RECARO)

Feinste Handarbeit: In der Sattlerei von Reutter entstehen die Sitze für den Porsche 356, im Vordergrund ein Fahrersitz mit Reutter-Liegesitzbeschlag.
(© RECARO)

Variantenvielfalt: Der Porsche 356 wurde in zahlreichen Modell-, Farb- und Ausstattungsversionen angeboten. Blick in die Endmontage bei Reutter. (© RECARO)

Variantenvielfalt: Der Porsche 356 wurde in zahlreichen Modell-, Farb- und Ausstattungsversionen angeboten. Blick in die Endmontage bei Reutter.
(© RECARO)

TOP SECRET: WAS RECARO MIT PORSCHE UND DEM VW KÄFER VERBINDET

Karosseriewerk Reutter in Stuttgart
Mit Stolz und Leidenschaft: Im Sommer 1938 fertigten Reutter-Mitarbeiter wöchentlich zwei Karosserien des Porsche Typ 60 (VW 38) für Test- und Probefahrten. (© RECARO).

Die Idee war bestechend: Lasst uns einen Kleinwagen bauen, der so kostengünstig ist, dass ihn sich viele Menschen leisten können. 1932 nahm diese Idee erstmals Gestalt an, sechs Jahre später rollten die ersten Volkswagen-Prototypen zu Werbezwecken durch Berlin. Die Konstruktion stammte aus dem Ingenieurbüro von Ferdinand Porsche. Ihre Karosserien kamen von Reutter, dem Vorgängerunternehmen von RECARO. Im zweiten Teil des Rückblicks auf die gemeinsame Geschichte mit Porsche verfolgt RECARO heute die packende Geburt einer automobilen Legende, die vor genau 80 Jahren erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und später unter dem Namen VW Käfer ein Welterfolg wurde.

Zündapp aus Nürnberg hatte ihn. NSU aus Neckarsulm hatte ihn auch. Den Gedanken, einen modernen, preislich attraktiven Kompaktwagen auf den Markt zu bringen, der große Käuferschichten ansprechen sollte. Beide Unternehmen scheiterten, weil die für eine Großserienproduktion nötigen Investitionen ihre Möglichkeiten überstiegen. Beide Male – ab 1931 für Zündapp, ab 1933 für NSU – waren Ferdinand Porsche und sein Konstruktionsbüro mit im Boot. Beide Male beauftragte Porsche das Stuttgarter Karosseriewerk Reutter mit dem Bau von Prototypen.

Den dritten Anlauf nahm Ferdinand Porsche höchstpersönlich – seine Handschrift und die seines Teams hatte die bisherigen Entwürfe bereits unverkennbar geprägt, beispielsweise mit einem Vierzylinder-Boxermotor im Heck und einem neuen, stromlinienförmigen Design. Er präsentierte das Kleinwagenprojekt in Berlin und erhielt im Juni 1934 den Auftrag, einen Volkswagen zu konstruieren. Die geplante Jahresproduktion von einer Million Fahrzeugen, das „Neuland Vollblechkarosserie“ (anstelle der bis dahin üblichen Holz-Blech-Gerippe) und die Verkaufspreis-Obergrenze von 1.200 Reichsmark stellten jedoch alle beteiligten Unternehmen vor große Probleme. Erste Prototypen konnten die Anforderungen nicht erfüllen, Porsche setzte bei der Konstruktion nochmals den Rotstift an, um Material und damit Kosten zu sparen.

Ur-Form: Limousine des Volkswagens (VW 38 bzw. Porsche Typ 60) aus dem Vorserienbau beim Stuttgarter Karosseriewerk Reutter. (© RECARO)

Ur-Form: Limousine des Volkswagens (VW 38 bzw. Porsche Typ 60) aus dem Vorserienbau beim Stuttgarter Karosseriewerk Reutter. (© RECARO)

Ende der 1930er Jahre kam Reutter wieder ins Spiel. Das florierende Karosseriewerk war an seinem Stammsitz in der Stuttgarter Augustenstraße aus allen Nähten geplatzt und hatte 1937 ein neues Werk in Zuffenhausen in Betrieb genommen. 850 Mitarbeiter produzierten an beiden Standorten Karosserien in Einzel- und Serienanfertigungen, unter anderem für Wanderer, Daimler-Benz und BMW. Als sich im gleichen Jahr die Dr. Ing. h. c. Ferdinand Porsche GmbH auf dem Nachbargrundstück in Zuffenhausen ansiedelte, gaben die Nähe und die gute Zusammenarbeit aus den Vorjahren vermutlich den Ausschlag: Ferdinand Porsche ging zu Reutter, um eine neue – die insgesamt siebte ­– Prototypenserie des Volkswagens bauen zu lassen. Volltreffer! Ein erstes Modell, von Reutter komplett aus Holz gefertigt, minimale Änderungswünsche – und die endgültige Form stand fest.

Zur Grundsteinlegung des geplanten Volkswagenwerks in Fallersleben sollte die Öffentlichkeit erstmals den heiß ersehnten Blick auf das neue Auto werfen dürfen. Hinter verschlossenen Hallentoren und von Tüchern verhüllt baute Reutter eine Limousine und eine Cabrio-Limousine als Präsentations-Prototypen auf. Vor genau 80 Jahren, am 26. Mai 1938, waren sie die große Attraktion beim Festakt in Fallersleben (heute ein Stadtteil von Wolfsburg). Anschließend fertigte Reutter unter strengster Geheimhaltung über 40 weitere Prototypen des Volkswagens für Probefahrten, unter anderem für die Internationale Automobil Ausstellung in Berlin 1939.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der eigentliche Siegeszug des Volkswagens, später: VW Käfer, der in der nahezu unveränderten „Urform“ bis 1959 in Wolfsburg gebaut wurde. Eine deutsche Automobil-Ikone: Bis zum Produktionsende in Brasilien 2003 wurden weltweit rund 21,5 Millionen VW Käfer verkauft. Welche Rolle Reutter beim ersten „echten“ Sportwagen-Meilenstein von Porsche, dem Typ 356, spielte, lest ihr nächste Woche hier im RECARO Blog.

Als Ausstellungswagen auf Werbetour unterwegs: der neue Volkswagen. (© Automuseum Prototyp, Bestand Stavenhagen)

Als Ausstellungswagen auf Werbetour unterwegs: der neue Volkswagen.
(© Automuseum Prototyp, Bestand Stavenhagen)

Brücke zur Zukunft: Vorserienfahrzeug des Volkswagens in der Ausführung „Sonnendach-Limousine“ aus der Reutter-Fertigung – im Hintergrund das neue Volkswagenwerk im Bau. (© Automuseum Prototyp)

Brücke zur Zukunft: Vorserienfahrzeug des Volkswagens in der Ausführung „Sonnendach-Limousine“ aus der Reutter-Fertigung – im Hintergrund das neue Volkswagenwerk im Bau. (© Automuseum Prototyp)

The one and only: Als einziger aus seiner Baureihe erhaltener VW 39 steht dieser Ur-Käfer im Automuseum Prototyp in Hamburg. (Foto: Automuseum Prototyp, © Jan Steinhilber)

The one and only: Als einziger aus seiner Baureihe erhaltener VW 39 steht dieser Ur-Käfer im Automuseum Prototyp in Hamburg. (Foto: Automuseum Prototyp,
© Jan Steinhilber)

 

70 JAHRE PORSCHE SPORTWAGEN – 70 JAHRE GEMEINSAME GESCHICHTE(N)

Karosseriewerk Reutter in Stuttgart
Porsche und Reutter: Das Karosseriewerk Reutter in Zuffenhausen war Geburtsort automobiler Sportwagenträume (Foto: RECARO).


Seit sieben Jahrzehnten bringt Porsche Automobil gewordene Träume auf die Straße. Diese Faszination für sportliches Fahren treibt auch RECARO Automotive Seating an – die Verbindung zwischen den beiden Unternehmen geht jedoch viel weiter. Viel weiter zurück nämlich, bis in die frühen Jahre des Automobilbaus.

Wir nehmen euch heute und an den kommenden drei Freitagen hier im RECARO Blog mit in diese Zeit – und tauchen ein in faszinierende Automobilgeschichte. Der berühmte Satz von Ferry Porsche – der von einem Sportwagen träumte und beschloss, ihn selbst zu bauen, nachdem er ihn nicht finden konnte – wird auch heute noch häufig zitiert. Hier erfahrt ihr unter anderem, welche im Wortsinn prägende Rolle das Stuttgarter Karosseriewerk Reutter (aus dem 1963 RECARO wurde) dabei spielte.

Schon 1906 hatte er eine klare Vorstellung von der Mobilität der Zukunft: Wilhelm Reutter wollte weg von der Pferdekutsche, er wollte Automobilkarossen bauen. Der junge Sattlermeister machte sich selbstständig, knüpfte Kontakte zu den Chassis- und Motorenherstellern seiner Zeit, akquirierte Aufträge. Er realisierte neue, scheinbar verrückte Ideen, zum Beispiel die patentierte „Reutter-Reformkarosserie“, ein Klappverdeck – heute als Cabrio weitverbreitet. Seine Kombination aus handwerklich solider Qualitätsarbeit und innovativem Vordenken war äußerst erfolgreich: Bereits in den 1920er Jahren arbeitete das „Stuttgarter Karosseriewerk Reutter & Co. GmbH“ für alle renommierten deutschen Automobilhersteller wie Daimler, Benz, Wanderer, BMW, Opel, Adler oder Horch.

Auch ein deutscher Ingenieur, der im Dezember 1930 sein eigenes Konstruktionsbüro gründete, kannte Reutter und schätzte dessen hervorragende Arbeiten: Ferdinand Porsche. Sein Team konstruierte Motoren für verschiedene Auftraggeber, die meisten dazugehörigen Karosserien ließ Porsche ab 1931 bei Reutter bauen. Zum Beispiel den Prototyp für eine Stromlinienkarosserie – der Wagen ging nie in Serie, aber Ferdinand Porsche nutzte das extravagante Einzelstück lange Jahre als Privat- und Dienstfahrzeug.

In den späten 1930er Jahren intensivierte sich die Zusammenarbeit zwischen Porsche und Reutter nochmals, als die neue Reutter-Fabrik in Zuffenhausen, nur durch eine Straße vom benachbarten Porsche-Werk getrennt, ihre Produktion aufnahm. So entstand hinter verschlossenen Reutter-Hallentoren und unter strengster Geheimhaltung eine Reihe unterschiedlicher Prototypen für den sogenannten „Volkswagen“ – wie diese spannende Geschichte weiterging, lest ihr nächste Woche hier im RECARO Blog.

EIN STARKER NAME & SEINE GESCHICHTE – TEIL 3

Mit nur 4,5 Kilogramm ist die RECARO Pole Position Carbon (ABE), die 2009 auf den Markt kam, die leichteste Nachrüstschale der Welt (© RECARO Automotive Seating)

Mit nur 4,5 Kilogramm ist die RECARO Pole Position Carbon (ABE), die 2009 auf den Markt kam, die leichteste Nachrüstschale der Welt (© RECARO Automotive Seating)

Die RECARO Meilenstein-Reihe ist im 21. Jahrhundert angekommen: Bis heute revolutioniert RECARO Automotive Seating den Sitzbau. Neue Wege, innovative Ideen in Sachen Werkstoffe und Design und die einzigartige Verknüpfung aus jahrzehntelanger Erfahrung und zukunftsorientierter Denkweise zeichnen den Sitzhersteller seit jeher aus.

2004 kam die RECARO Pole Position (ABE) auf den Markt: eine Rennschale, die dank ihrem superschlanken Design, optimalem Seitenhalt und perfekter Ergonomie bis heute zu den beliebtesten Schalensitzen zählt. Der Clou: Mit der Pole Position (ABE) stellte RECARO Automotive Seating nicht nur eine Revolution in Sachen Leichtbau, sondern auch die erste Rennschale mit Straßenzulassung vor. Heute feiert sie ein Revival in Form einer exklusiven Auflage der Pole Position (ABE) Edition 2018. Mehr dazu gibt es unter: www.edition2018.recaro-automotive.com.

Bereits ein Jahr später, 2005, folgte die nächste bahnbrechende Innovation des Fahrzeugsitzherstellers: eine Composite-Leichtbauschale aus polymeren Werkstoffen. Sie war nicht nur leichter, sondern auch kompakter und sorgte somit für mehr Platz und höheren Sitzkomfort. Aber da ging noch mehr: 2009 präsentierte RECARO Automotive Seating die RECARO Pole Position Carbon (ABE) – mit nur 4,5 Kilogramm der leichteste Nachrüstsitz der Welt. 2010 folgte die Sitzstudie „Pure Seating“ für Stadt- und Elektrofahrzeuge, die sich durch intelligente Einstellmechanismen und eine Gewichtsersparnis um 50 % gegenüber herkömmlichen Sitzen auszeichnete.

Die modulare RPSP wurde für Sportwagen und leistungsstarke Derivate von Großserienfahrzeugen in allen wichtigen Performance-Segmenten entwickelt (© RECARO Automotive Seating)

Die modulare RPSP wurde für Sportwagen und leistungsstarke Derivate von Großserienfahrzeugen in allen wichtigen Performance-Segmenten entwickelt (© RECARO Automotive Seating)

2015 übertrug das Unternehmen mit der Sportsitzplattform (RSSP) erstmals den Plattformansatz auf ein Sitzkonzept. Die RSSP punktete durch die innovative Kombination aus Gewichtsreduktion und dem kundenspezifischen „Look and Feel“. Sie wurde von der RECARO Performance Seat Platform (RPSP) abgelöst: Die individualisierbare und modulare Produktgeneration feierte 2017 Weltpremiere. Ihrer körpernah geformten Struktur und die ausgeprägten, einstellbaren Seitenwangen sorgen für beste Schulter- und Rumpfunterstützung – und für ein direktes Feedback von der Straße. Mehr dazu: www.performance-platform.recaro-automotive.com.

EIN STARKER NAME & SEINE GESCHICHTE – TEIL 2

Von neuen ergonomischen Standards über eingebauten Stereosound bis hin zu innovativen Werkstoffen: Auch zwischen den 1970er und späten 1980er Jahren brach das Tempo nicht ab, in dem RECARO eine Reihe weiterer zukunftsweisender Meilensteine in Sachen Sitzentwicklung präsentierte.

1977 brachte RECARO die pneumatische Lordosestütze RECARO Airmatic® auf den Markt und revolutionierte damit das mobile Sitzen. Einstellbare Seitenwangen an Sitzfläche und Lehne sowie die erste elektrisch einstellbare Lehne ermöglichten umfassende individuelle Anpassungen. Ein großer Vorteil in Sachen Ergonomie und Komfort für den Fahrer.

Unter dem Namen RECAROfonie präsentierte das Unternehmen 1982 einen Sitz, dessen Kopfstütze mit Stereolautsprechern ausgestattet war. Das sollte für ein ganz neues Klangerlebnis im Auto sorgen. Zwei Jahre später folgte eine Weiterentwicklung im Bereich Komfort: Der RECARO CSE verfügte erstmals über eine Memory-Funktion und damit über ein „Gedächtnis“, das die wichtigsten Einstellungen speicherte. 1986 konnten sich speziell Taxifahrer über eine Optimierung des Sitzklimas freuen: RECARO stellte den RECARO T-Line vor, der mit einem atmungsaktiven Bezug ausgestattet war. Angenehm nicht nur bei langen Fahrten.

Ende der 1980er Jahre, 1989, präsentierte RECARO eine weitere Innovation – dieses Mal im Bereich Werkstoffe: Der RECARO A8 war der erste Sportsitz mit einer Rückenschale aus Kunststoff. Das brachte Einsparungen beim Gewicht der Sitze und eröffnete neue Möglichkeiten für die Gestaltung.

Der RECARO CSE: Der erste Sitz mit Memory-Funktion. (Bild: © RECARO Automotive Seating)

Der RECARO CSE: Der erste Sitz mit Memory-Funktion. (Bild: © RECARO Automotive Seating)

Revolution im Bereich Werkstoffe: Der RECARO A8 war der erste Sportsitz mit einer Rückenschale aus Kunststoff. (Bild: © RECARO Automotive Seating)

Revolution im Bereich Werkstoffe: Der RECARO A8 war der erste Sportsitz mit einer Rückenschale aus Kunststoff. (Bild: © RECARO Automotive Seating)

EIN STARKER NAME & SEINE GESCHICHTE – TEIL 1

RECARO Automotive Seating kann auf Jahrzehnte voller spannenden Entwicklungen, Innovationen und Meilensteine zurückblicken. Schon die frühen Jahre des Unternehmens waren geprägt durch große Namen und bahnbrechende Technologien.

1906 machte sich der Sattlermeister Wilhelm Reutter mit seiner neu gegründeten Firma schnell einen Namen in der aufstrebenden Automobilbranche. „Reutter, Wilhelm, Sattler. Spezialität: Luxus- und Motorwagen, englische Geschirre“ wurde 1910 zum „Stuttgarter Karosseriewerk Reutter & Co“. Hier entstand 1912 unter anderem die patentierte Reutters Reform Karosserie, ein Vorgänger der heutigen Cabriolets.

Reutter fertigte nicht nur Karosserien für Daimler oder Horch. Zu den Meilensteinen gehören auch Prototypen des Volkswagen (später „Käfer“ genannt), den Ferdinand Porsche 1935 bei Reutter bauen ließ. Auch nach dem Krieg arbeiteten die Firmen Porsche und Reutter eng zusammen, wobei ab 1949 Reutter die Karosserien inklusive Innenausstattung des legendären Porsche 356 produzierte und damit weltberühmt wurde.

Der Grundstein für die heutige Marke wurde 1963 gelegt, als Reutter umfirmierte. Aus REutter und CAROsserie wurde RECARO. Die Herstellung von Sitzen und Sitzkomponenten war die Hauptaufgabe des Unternehmens.

Sicherheit ging dabei stets vor: 1968 präsentierte RECARO den weltweit ersten Sitz mit einstellbarer Schulterunterstützung. Und auch die Kopfstütze feierte im gleichen Jahr Premiere – zunächst als Option, ab 1973 serienmäßig in jedem RECARO Sitz. 1973 stellte das Unternehmen zudem als erster Hersteller die Anti-Submarining Sitzpolsterung vor, die dafür sorgte, dass der Fahrer im Fall eines Unfalls nicht unter dem Gurt durchrutschte und somit optimal geschützt war. Und auch in Sachen Komfort bot RECARO bereits damals innovative Lösungen: Die Sitzflächenverlängerung, die ebenfalls 1973 auf den Markt kam, ermöglichte es auch besonders groß gewachsenen Menschen, auf längeren Strecken optimal unterstützt zu sitzen.

Stuttgarter Karosseriewerk Reutter 1910 (Bild: © RECARO Automotive Seating)

Stuttgarter Karosseriewerk Reutter 1910 (Bild: © RECARO Automotive Seating)

Die Produktion der Karosserie des Porsche 356 (Bild: © RECARO Familienarchiv Reutter)

Die Produktion der Karosserie des Porsche 356 (Bild: © Familienarchiv Reutter)

Die Kopfstütze feiert Premiere – zunächst als Option, ab 1973 serienmäßig in jedem RECARO Sitz (Bild: © RECARO Holding)

Die Kopfstütze feiert Premiere – zunächst als Option, ab 1973 serienmäßig in jedem RECARO Sitz (Bild: © RECARO Holding)

VON DER STRASSE INS BÜRO – DER LIMITIERTE RECARO OFFICE-CHAIR

Trendstück zum Jubiläum „50 Jahre Schalensitz“: RECARO Automotive Seating stellt pünktlich zu Weihnachten den auf 500 Stück limitierten Recaro Office-Chair im Pepita-Look vor – stilecht angelehnt an die erste Rennschale „RECARO Rallye“ von 1967.

Ein „Must-have“ für Automobil-Enthusiasten: Zur Feier des 50-jährigen Jubiläums seines ersten Schalensitzes aus dem Jahr 1967 präsentiert RECARO Automotive Seating einen exklusiven RECARO Bürostuhl im Retro-Look und bringt damit das Rennsportfeeling direkt an den Schreibtisch. Das edle Stück, das über modernste Office-Technik verfügt, ist auf eine Auflage von nur 500 Stück begrenzt.

Auf Basis des automobilen Erfolgsmodells RECARO Sportster CS ist der RECARO Office-Chair im stilechten Pepita-Look designt, mit Seitenwangen aus hochwertigem, perforiertem Leder. Zu den besonderen Details gehört auch der originale Schriftzug des ersten Schalensitzes „RECARO Rallye“ von 1967 auf der Rückenlehne. Komplettiert wird das Highlight durch das „50 Jahre“-Emblem im Rallye-Stil auf der Kopfstütze.

RECARO Automotive Seating feiert das Jubiläum „50 Jahre Schalensitz“ mit dem limitierten RECARO Office-Chair im Retro-Look.(Bild: © RECARO Automotive Seating)

RECARO Automotive Seating feiert das Jubiläum „50 Jahre Schalensitz“ mit dem limitierten RECARO Office-Chair im Retro-Look. (Bild: © RECARO Automotive Seating)

LIMITED EDITION ZUM 50-JÄHRIGEN JUBILÄUM

Nicht nur Automobilherstellern präsentiert RECARO Automotive Seating auf der IAA 2017 innovative und clevere Sitzkonzepte. Auch Endverbraucher dürfen sich bei RECARO am Adient Stand B24, Halle 5.1, über neue Highlights in Sachen Performance und dynamischem Fahrspaß freuen: Zur Feier des 50-jährigen Jubiläums des RECARO Schalensitzes stellte die Marke auf der Messe in Frankfurt erstmals die neue Pole Position (ABE) Edition 2018 vor.

„Mit 50 Jahren Erfahrung im Rücken gehören wir zu den führenden Anbietern von leichten, sicheren und komfortablen Schalensitzen – für das sportliche Fahrerlebnis auf der Straße und für die extremen Anforderungen im professionellen Motorsport“, sagt Ingo Fleischer, Vice President bei Adient Specialty Seating.

Mit der Pole Position (ABE) Edition 2018 präsentiert RECARO Automotive Seating einen Performance-Schalensitz in sportlich klarem Design, hochwertiger Verarbeitungsqualität – und mit Straßenzulassung. Mit Kopfstütze und Seitenwangen, die aus exklusivem Leder in Carbon-Optik gearbeitet sind, sowie leuchtend grünen Lederbändern mit schwarzen Kontrastnähten veredelt die Schale jeden Innenraum. Tiefschwarzes Dinamica auf Sitzkissen und Rückenlehne sorgt zudem für eine angenehme Haptik und optimalen Halt – so bringt sie das Rennstreckenfeeling direkt auf die Straße. Besonders an der Pole Position (ABE) Edition 2018 ist auch ihre limitierte Auflage: Es werden lediglich 300 Stück produziert, mit Zertifikat und Seriennummer auf einer edlen Alu-Plakette.

Carbon trifft Leder: Die neue RECARO Pole Position (ABE) Edition 2018 (Bild: © RECARO Automotive Seating)

Carbon trifft Leder: Die neue RECARO Pole Position (ABE) Edition 2018 (Bild: © RECARO Automotive Seating)

RECARO Automotive Seating feiert den 50. Geburtstag des Schalensitzes: Auf der IAA 2017 wird die neue Pole Position (ABE) Edition 2018 mit Straßenzulassung vorgestellt (Bild: © RECARO Automotive Seating)

RECARO Automotive Seating feiert den 50. Geburtstag des Schalensitzes: Auf der IAA 2017 wird die neue Pole Position (ABE) Edition 2018 mit Straßenzulassung vorgestellt (Bild: © RECARO Automotive Seating)

VOLLES PROGRAMM MIT RECARO AUTOMOTIVE SEATING AUF DER IAA 2017

Fans von RECARO Automotive Seating kommen in diesem Jahr auf der IAA ganz besonders auf ihre Kosten. Der Premiumhersteller präsentiert auf der Ausstellung beim Adient Stand B24, Halle 5.1, unter anderem neue Produkte für den Nachrüstmarkt: Mit der Sonderedition Pole Position (ABE) Edition 2018 bringt RECARO Automotive Seating zur Feier des 50-jährigen Jubiläums des Schalensitzes etwa eine reinrassige Performance-Schale auf den Markt, die das Rennstreckenfeeling auch auf der Straße erlebbar macht – mit ausgeprägt sportlichem Design und hochwertiger Verarbeitungsqualität für individuelle, cool gestaltete Innenräume. Wer sich die Edel-Edition sichern will, muss sich beeilen: Sie wird nur in einer limitierten Auflage von 300 Exemplaren gefertigt. Probesitzen dürfen die Besucher außerdem im neuen RECARO Automotive Seating Rennschalenkonzept für den semi-professionellen und professionellen Motorsport.

Automobilherstellern präsentiert RECARO Automotive Seating auf der IAA erstmals zwei Anwendungen der neuen modularen Performance Seat Platform (RPSP). Variante eins des Sitzkonzepts richtet sich an sportliche, leistungsstarke Fahrzeuge, für maximalen Fahrspaß. Variante zwei ist eine Studie mit zukunftsorientierten Designinnovationen wie etwa einer sichtbaren Lehnenstruktur aus Carbonfasergeflecht.

Für Rennsportbegeisterte hat RECARO Automotive Seating ein virtuelles Highlight zu bieten: Bei der Performance Challenge im Rennsimulator können Teilnehmer zeigen, was in ihnen steckt und exklusive Preise gewinnen. Der Gesamtsieger darf sich etwa auf ein exklusives Drifttraining auf dem Hockenheimring freuen. Gleich zwei Mal gibt es zudem prominenten Besuch: Am 20. September dreht Le Mans Champion Timo Bernhard eine Runde im Simulator und kommentiert dabei live seine Ideallinie – natürlich mit anschließender Autogrammstunde. Tipps und Tricks gibt’s außerdem am 22. September: Ab 13 Uhr wird TV-Moderator und Autosportenthusiast Sidney Hoffmann vor Ort sein und sich der virtuellen Herausforderung der Grand Prix-Strecke des Nürburgrings stellen.

Bei Bei der Performance Challenge von RECARO Automotive Seating können IAA-Besucher vom 16. bis 24. September auf der virtuellen Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings um Rundenbestzeiten kämpfen. (Bild: © RECARO Automotive Seating)

Bei der Performance Challenge von RECARO Automotive Seating können IAA-Besucher vom 16. bis 24. September auf der virtuellen Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings um Rundenbestzeiten kämpfen. (Bild: © RECARO Automotive Seating)

RECARO Automotive Seating feiert den 50. Geburtstag des Schalensitzes: Auf der IAA 2017 wird die neue Pole Position (ABE) Edition 2018 mit Straßenzulassung vorgestellt – für Fahrzeuge im „Pure Dynamic Performance“ Segment. (Bild: © RECARO Automotive Seating)

RECARO Automotive Seating feiert den 50. Geburtstag des Schalensitzes: Auf der IAA 2017 wird die neue Pole Position (ABE) Edition 2018 mit Straßenzulassung vorgestellt – für Fahrzeuge im „Pure Dynamic Performance“ Segment. (Bild: © RECARO Automotive Seating)

RECARO Automotive Seating auf der IAA 2017 (Bild: © RECARO Automotive Seating)

RECARO Automotive Seating auf der IAA 2017 (Bild: © RECARO Automotive Seating)